07.03.2024

Effizientes Beschaffungsmanagement: Den richtigen Partner wählen

Andy Freund [Head of Growth & Customer Management]
Andy Freund Head of Growth & Customer Management

Ein effizientes Beschaffungsmanagement stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und senkt die Betriebskosten. Dabei spielt die Wahl des richtigen Procurement Partners eine zentrale Rolle. Ein solcher Partner hilft, die richtigen Lieferanten zu finden, Kosten zu senken, Risiken zu minimieren und den Beschaffungsprozess effizienter zu machen.

Auf einen Blick:

  • Ein Procurement Partner ist ein externer Dienstleister oder eine spezialisierte Einheit, die Unternehmen im Einkauf unterstützt.
  • Typische Aufgaben sind Lieferantenauswahl (Sourcing), Verhandlungen, Vertragsmanagement, Risikomanagement und Prozessoptimierung.
  • Es gibt verschiedene Arten: Beratungen, Outsourcing-Dienstleister und Technologiepartner wie E-Procurement-Plattformen.
  • Bei der Auswahl zählen Fachkompetenz, Branchenkenntnis, Referenzen, Flexibilität, Kultur sowie das Verhältnis von Kosten und Nutzen.

Was ist ein Procurement Partner?

Ein Procurement Partner ist ein externer Dienstleister oder eine spezialisierte Abteilung, die eng mit einem Unternehmen zusammenarbeitet, um dessen Beschaffungsprozesse zu optimieren. Er unterstützt bei Lieferantenauswahl, Verhandlungen, Risikomanagement und Prozessverbesserung und trägt so zu niedrigeren Kosten, gesicherter Qualität und höherer Wettbewerbsfähigkeit bei.

Welche Arten von Procurement Partnern gibt es?

  • Einkaufsberatungen: Sie analysieren Prozesse und Ausgaben, entwickeln Warengruppen- und Lieferantenstrategien und begleiten Veränderungsprojekte.
  • Outsourcing-Dienstleister: Sie übernehmen ganze Einkaufsaufgaben oder Warengruppen, etwa den operativen indirekten Einkauf. Mehr dazu im Artikel zum Einkauf-Outsourcing.
  • Technologiepartner: Procurement-Tools und E-Procurement-Plattformen digitalisieren Bestellung, Freigabe und Abrechnung und schaffen Transparenz über die Ausgaben.

Welche Aufgaben übernimmt ein Procurement Partner?

Je nach Art des Partners umfassen die Aufgaben vor allem:

  • Lieferantenidentifikation und -auswahl: geeignete Lieferanten und Dienstleister finden, die zu den Anforderungen und Standards des Unternehmens passen.
  • Verhandlungen: Preise, Vertragsbedingungen, Lieferzeiten und weitere Details verhandeln, um wettbewerbsfähige Konditionen zu erreichen.
  • Vertragsmanagement: Lieferantenverträge erstellen, prüfen und verwalten, damit alle Parteien ihre Pflichten erfüllen und Risiken sinken.
  • Lieferantenbeziehungen pflegen: langfristige Zusammenarbeit fördern und sicherstellen, dass Lieferanten den Bedarf des Unternehmens verstehen.
  • Risikomanagement: Risiken bei Lieferanten erkennen und Strategien entwickeln, um Störungen zu vermeiden.
  • Prozessoptimierung: den Beschaffungsprozess laufend verbessern, Automatisierung nutzen und Best Practices einführen.
  • Kostenkontrolle: Beschaffungskosten steuern und Einsparpotenziale identifizieren.
Grundlagen des Beschaffungsmanagements
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Welche Vorteile bietet die Zusammenarbeit?

Unterstützung bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen

Ein Procurement Partner öffnet den Zugang zu einem breiten Netzwerk von Lieferanten. Er verhandelt wettbewerbsfähige Preise und Vertragsbedingungen und behält die Einhaltung der Vereinbarungen im Blick. So sparen Unternehmen Zeit und Ressourcen und können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Beratung für ein effizientes Beschaffungsmanagement

Mit Fachwissen und Erfahrung hilft ein Partner, Beschaffungsprozesse zu optimieren und Best Practices einzuführen. Dazu gehören die Identifikation von Einsparpotenzialen, Automatisierung, Lieferantenstrategien und Risikomanagement.

Recruiting und Training im Einkauf

Manche Partner bieten auch Recruiting und Schulungen im Bereich Einkauf und Beschaffung an. Sie unterstützen bei der Suche nach Fachkräften und stärken die Kompetenzen des internen Teams.

Vorteile eines professionellen Beschaffungsmanagements

Wie wählt man den richtigen Procurement Partner aus?

Achten Sie bei der Auswahl auf diese Kriterien:

  • Fachkompetenz: fundiertes Wissen und Erfahrung im Beschaffungsmanagement.
  • Branchenkenntnis: Wer Ihre Branche kennt, versteht Anforderungen und Herausforderungen besser.
  • Reputation und Referenzen: Prüfen Sie, ob der Partner vertrauenswürdig ist und nachweisbare Ergebnisse erzielt hat.
  • Flexibilität: Der Partner sollte sich an veränderte Anforderungen anpassen können.
  • Kultur und Werte: Passende Werte erleichtern die Zusammenarbeit.
  • Kosten und Nutzen: Die Kosten sollten in einem angemessenen Verhältnis zum gebotenen Wert stehen.
  • Unabhängigkeit: Klären Sie, ob der Partner eigene Produkte verkauft oder neutral im Interesse Ihres Einkaufs handelt.

simple system als Technologiepartner für den indirekten Einkauf

simple system ist eine neutrale E-Procurement-Plattform ohne eigenen Handel. Mehr als 28.000 Einkäufer bestellen dort indirekten Bedarf und C-Teile bei über 1.000 Lieferanten über einen Zugang, zu ihren eigenen verhandelten Konditionen. Freigaben und Budgets laufen digital, Bestelldaten gehen per OCI/Punchout oder direkt ins ERP, zum Beispiel SAP oder Microsoft Dynamics. Laut HTWK Leipzig sinken die Prozesskosten pro Bestellvorgang durch vollständige Digitalisierung von 146 € auf 86 €.

Fazit

Die Wahl des richtigen Procurement Partners ist ein wichtiger Hebel für ein effizientes Beschaffungsmanagement. Ob Beratung, Outsourcing oder Technologie: Der passende Partner unterstützt bei Lieferantenauswahl, Verhandlungen, Risikomanagement und Prozessoptimierung. Eine sorgfältige Auswahl nach klaren Kriterien ist die Basis für eine erfolgreiche Partnerschaft.

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  • Ein Procurement Partner ist ein externer Dienstleister oder eine spezialisierte Einheit, die ein Unternehmen im Einkauf unterstützt, etwa bei Lieferantenauswahl, Verhandlungen, Vertragsmanagement, Risikomanagement und Prozessoptimierung.

  • Einkaufsberatungen, Outsourcing-Dienstleister, die Einkaufsaufgaben übernehmen, und Technologiepartner wie E-Procurement-Plattformen, die Bestellprozesse digitalisieren.

  • An Fachkompetenz, Branchenkenntnis, Referenzen, Flexibilität, passender Kultur, einem guten Verhältnis von Kosten und Nutzen und an seiner Unabhängigkeit von eigenen Produkten.

  • Er digitalisiert Bestellung, Freigabe und Abrechnung. Laut HTWK Leipzig sinken die Prozesskosten pro Bestellvorgang durch vollständige Digitalisierung von 146 € auf 86 €.

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