Ausgangssituation
Bevor die Digitalisierung Einzug hielt, war eine Bestellung vor allem eines: zeitaufwändig. Katalogrecherche bei verschiedenen Anbietern, das manuelle Ausfüllen von Bestellformularen, aufwändige Genehmigungs- und Archivierungsprozesse sowie intransparente Abläufe rund um Wareneingang und Rechnungsprüfung. Das Ergebnis: hohe Prozesskosten, die die eigentlichen Warenkosten teilweise übertrafen.
Lösung
Mit simple system digitalisieren Siteco und Sonepar ihren Beschaffungs- und Vertriebsprozess über eine neutrale Plattform, die bewusst nicht in die direkten Beziehungen zwischen Einkäufer und Lieferant eingreift. Die eigentliche Zusammenarbeit läuft weiterhin direkt zwischen den Parteien, während simple system als Medium dient, über das die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit für die Besteller sichtbar werden: optimierte Sortimente, vereinbarte Preise, klare Prozessregeln.
Für Dieter Fabricius, der bei Siteco den indirekten Einkauf verantwortet, bedeutet das auch eine neue Qualität in der Lieferantenbeziehung: Durch die Bündelung über die Plattform entstand nicht nur mehr Effizienz, sondern auch eine verlässlichere Zusammenarbeit mit persönlichen Ansprechpartnern bei Sonepar.
Dabei haben beide Seiten klare Spielregeln definiert: Kleinstbestellungen mit unverhältnismäßig hohen Prozesskosten werden konsequent vermieden. So bleiben Prozesskosten und Warenkosten immer in einem sinnvollen Verhältnis zueinander.
Was eine gute Einkäufer-Lieferanten-Beziehung auf einer Plattform ausmacht
Christian Morche, Leiter E-Business bei Sonepar Deutschland Region West, benennt vier Grundregeln, die langfristig starke Partnerschaften ermöglichen:
- Vertrauen, Ehrlichkeit und Transparenz
- Hohe Datenqualität und digitale Regeln
- Schnelle Reaktion
- Faktor Mensch
Ergebnis
Beide Unternehmen profitieren von einer Beschaffungslösung, die Effizienz und persönliche Partnerschaft nicht als Widerspruch behandelt. Siteco erhält über simple system Zugang zu einem großen Sortiment, fairen Preisen und transparenten Prozessen. Sonepar kann die eigene Bestell- und Logistikkultur aktiv mitgestalten. Und die Zeit, die früher in operative Bestellprozesse geflossen ist, steht heute für strategische Absprachen zur Verfügung.